Ein Föhn wehte wie ein offenes Tor, versprach Klarheit und federnde Höhen. Dann riss binnen Minuten eine Front herein, verwirbelte den Grat und drückte Wasser in jeden Spalt. Ich rückte tiefer, schirmte das Set zwischen Felsblöcken ab und hörte, wie Regentropfen erst wüteten, dann sortiert den Takt vorgaben. Auf Band blieb ein Drama, das keine Bilder brauchen konnte: nur Druck, Entladung, Ruhe. Danach klangen selbst kleinste Pfützen wie frisch gestimmte Trommeln.
Während ich still auf eine ferne Glocke wartete, glitt ein breiter Schatten über den Windkorb. Ein Raubvogel prüfte mich, segelte lautlos weiter und ließ nur ein kurzes Rauschen zurück. Diese zwei Sekunden erzählen mehr über Weite, Höhe und Freiheit als jede lange Passage. Ich markierte die Stelle, schrieb die Windrichtung auf und legte die Hände über die Kopfhörer. Manchmal schenkt die Luft selbst die Melodie, und das Band hält sie, ohne Fragen zu stellen.